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Italientour mit der CX500 - Tag 1

Route: Graz - Tarvis - Moggio Udinese - Tolmezzo - Ampezzo - Sauris - Auronzo di Cadore - Localita Cosderuoibe
Pässe: Sella Cereschiatis  - Sella di Rioda (1800m) - Sella di Razzo (1760m)


Route Tag 1

Nach der ziemlich faden (zum Glück spielt mein Schuberth Rider Radio sowie MP3 von der Speicherkarte) Anreise auf der Autobahn über die Pack, quer durch Kärnten und dem obligaten Zwischenstop bei der Tankstelle Arnoldstein kurz vor Italien (noch einmal halbwegs günstig tanken) fahren wir bei Tarvis von der Autobahn ab und auf der Bundesstrasse weiter nach Pontebba, wo wir eine erste Espresso-Pause einlegen. Mmmhhhh....DAS ist ein Capuccino! Rundherum "wurlt" es nur so von Bikern, anscheinend sind in dieser Gegend am Sonntag viele unterwegs.

Nach dem Capuccino gehts auf zu meinem ersten italienischen Pass: den "Sella Cereschiatis". Eine nette Strecke ohne spektakuläre Highlights, die uns in weiterer Folge nach Moggio Udinese, Tolmezzo und Ampezzo führt.

In Ampezzo zweigen wir Richtung Sauris ab - ursprünglich als erstes Etappenziel geplant. Die Strasse nach Sauris ist schon eine etwas grössere Herausforderung, speziell im höheren Teil kurz vor dem Sauriser Stausee: Wenn man in der fast unbeleuchteten, in Stein gehauenen und kurvigen Tunnelkette über nasses Kopfsteinpflaster fahren muss, wird vorsichtshalber vor jeder engeren Kurve gehupt. Dabei entpuppt sich mein Zwillingshorn (das mit den 8 Ampere Stromaufnahme) als echter Knaller - was BMW als "Hupe" in seine 1200GS einbaut, klingt dagegen einfach lächerlich ;-)


Tunnelausfahrt beim Lago di Sauris


Timer läuft!


Die drei Musketiere auf der "Strada Turistica"


Die Staumauer des Lago di Sauris


Kurz vor Sauris di Sotto

In Sauris wollten wir ja ursprünglich im "Riglarhaus" nächtigen, da wir aber schon am Nachmittag dort ankommen und das Wetter garnicht so schlecht ist, beschliessen wir einfach weiterzufahren. Die Route führt jetzt über den Sella di Rioda und den Sella die Razzo Richtung Lozzo Cadore / Auronzo di Cadore.

  

Auf der kurvenreichen Strecke über diese beiden Pässe fällt mir zum erstenmal auf, dass ab und zu meine Öldruck-Warnleuchte aufleuchtet - das schiebe ich anfänglich auf die engen Kurven und unsere "extreme" Fahrweise ;-) Als das rote Lämpchen aber immer häufiger aufblinkt, wird mir dennoch ein wenig mulmig - was, wenn die gute CX an akutem Ölmangel leidet, oder gar "trockenläuft". So ein frühes Ende unserer Tour wollte ich mir gar nicht vorstellen! Bei nächster Gelegenheit schraube ich also den Meßstab heraus und stelle mit Schrecken fest: Kein einziger Tropfen Öl hängt daran! Einziger Trost sind die Gedanken an jene Menge Öl, welche sich ja noch irgendwo im Inneren des Motorblocks verbergen muss - wenn garnichts mehr vorhanden wäre, würde ja die Öldruck-Leuchte permanent warnen. Zum Glück entscheiden wir uns, das nächstbeste Quartier zu beziehen - morgen werde ich sicher bald eine Tankstelle finden, an der es auch Öl zu kaufen gibt. Wir fahren also noch einige Kilometer weiter und bleiben dann an der Albergho Ristorante "al Mughetto" stehen - die Hausherrin bietet uns ein Doppel- und ein Einzelzimmer zu 30 Euro für die Nacht inklusive Frühstück an und wir freuen uns auf einen netten Abend mit einem feinen italienischen Essen. Die Zimmer dort sind zwar OK, aber das Essen - nunja. Dafür trinken wir etwas mehr und gehen früh zu Bett, wie es sich für anständige Biker gehört :-)

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